Am Ende des Tages standen die Finalisten der „Meine Zukunft Awards 2011“ fest. Auch für die mittelhessischen Betriebe gab es Grund zur Freude über zwei Tickets in die Finalrunde: In der Kategorie „Produktionsablauf und Logistik“ setzten sich die Auszubildenden der Firma Schunk, Heuchelheim mit dem Projekt „Tap Density“ durch. Der Titel bedeutet „Klopffestigkeit“ und dahinter verbirgt sich eine Konstruktion, mit deren Hilfe es gelingt, die Dichte von Rohstoffen in Pulverform immer wieder exakt zu bestimmen. Die innovative Idee wurde bereits im Unternehmen umgesetzt und hilft dort dabei, hohe Qualitätsanforderungen wie etwa geringe Materialtoleranzen zu realisieren. Auch das Unternehmen Pfeiffer Vacuum, Asslar konnte mit seinen Utility-Filmen in der Kategorie „Einzelne Produkte und Dienstleistungen“ überzeugen. In den kurzen Videoclips werden einzelne Arbeitsschritte ohne Sprache anschaulich erläutert, um so Missverständnisse in der internationalen Kommunikation zu vermeiden. Die zweiten Teams der Firmen Schunk und Pfeiffer schrammten in einer Wimpernschlagentscheidung im Bereich „Administration und Personalmanagement“ mit ihren Ideen zu einer Informationsplattform „Hermann“ (Schunk) bzw. einer Fähigkeitskarte für Auszubildende (Pfeiffer) am Finaleinzug vorbei. Auch die Firma Duktus Rohrsysteme aus Wetzlar wurde mit ihrer innovativen Idee zur „Optimierung einer Verzinkungsanlage“ knapp geschlagen.

„Ehrlich betrachtet, sind alle Teilnehmer hier Gewinner. Die Präsentationen, die uns die jungen Leute hier mit viel Herzblut vorgetragen haben, waren durchweg beeindruckend. Die jungen Azubis machen durch ihr Engagement deutlich, dass gute Ideen und konstruktive Verbesserungen nicht immer Spezialisten erfordern, sondern gerade auch der unverbrauchte Blick der Jugend manchmal Zeit, Geld und Ressourcen sparen kann“, sagte Jury-Mitglied Sascha Drechsel, Bereichsleiter Öffentlichkeit des Verbandes in Mittelhessen. Mit den „Meine Zukunft Awards“ vergibt der Arbeit¬geberverband zum dritten Mal den Nachwuchspreis, der gezielt die Innovationsfähigkeit und Kreativität von Auszubildenden und Trainees belohnt. Damit fördert der Wettbewerb das kreative Talent und die Innovationspotenziale am Standort Hessen.

Die Auswahl der Nominierten erfolgte nach der Präsentation der Projekte im Frankfurter Titusforum durch eine Jury, bestehend aus Geschäftsführern und Kommunikatoren des Verbandes. Die Juroren zeigten sich von den eingereichten Projekten und Ideen aller Teilnehmer beeindruckt. „Wer über einen so innovativen Nachwuchs verfügt, um dessen Zukunft muss man sich keine Sorgen machen,“ bilanzierte Hohn.
Eine mit renommierten Vertretern aus Wissenschaft, Medien und Wirtschaft besetzte Jury wird am 16. Februar 2011 im Kino Traumstern im mittelhessischen Lich aus den Finalisten die Sieger in den drei Kategorien ermitteln.